Zum Hauptinhalt springen

Ledercutter – automatischer Lederzuschnitt mit Kameraerkennung und intelligentem Nesting

Der industrielle Zuschnitt von Echtleder stellt besondere Anforderungen an Schneidmaschinen und Software. Lederhäute besitzen unregelmäßige Außenkonturen, können Löcher aufweisen und unterscheiden sich innerhalb einer Haut häufig in ihrer Qualität.

CUTTEC bietet CNC-Schneidsysteme für den automatisierten Lederzuschnitt mit kameragestützter Erfassung der Lederhaut und softwaregestützter Schnittteilanordnung.

Die Kombination aus optischer Ledererkennung, Qualitätsmarkierungen, intelligentem Nesting und CNC-Schneidtechnik ermöglicht eine materialgerechte Planung und einen präzisen Zuschnitt.

Kameraerkennung Automatische Erfassung von Lederkonturen und Löchern
Qualitätszonen Berücksichtigung markierter Lederbereiche
Intelligentes Nesting Schnittteilplatzierung nach Material- und Qualitätsvorgaben

Besondere Anforderungen beim automatischen Lederzuschnitt

Im Gegensatz zu vielen Rollenmaterialien ist eine natürliche Lederhaut weder rechteckig noch gleichmäßig. Jede Haut besitzt ihre eigene Form, individuelle Materialeigenschaften und gegebenenfalls nicht nutzbare Bereiche.

Für einen wirtschaftlichen CNC-Lederzuschnitt müssen diese Eigenschaften bereits bei der Schnittteilanordnung berücksichtigt werden.

  • Unregelmäßige Außenkonturen natürlicher Lederhäute
  • Löcher und andere nicht nutzbare Materialbereiche
  • Unterschiedliche Qualitätsbereiche innerhalb einer Haut
  • Individuelle Qualitätsanforderungen der Schnittteile
  • Möglichst wirtschaftliche Nutzung des verfügbaren Materials

CUTTEC verbindet deshalb die optische Erfassung der Lederhaut mit der digitalen Planung der Schnittteilpositionen.

Kameragestützte Erkennung von Lederkonturen und Löchern

Oberhalb der CUTTEC-Schneidmaschine befindet sich ein Kamerasystem zur optischen Erfassung der aufgelegten Lederhaut.

Für eine zuverlässige Bilderkennung ist eine gleichmäßige und ausreichende Ausleuchtung des Schneidtisches erforderlich. Gleichzeitig muss das Transportband einen deutlichen Kontrast zum Leder aufweisen.

Die mit der Kamera verbundene Software wertet die Aufnahme aus und erkennt automatisch die Außenkontur der Lederhaut sowie vorhandene Löcher.

Automatische Konturerkennung

Die unregelmäßige Außenform der Lederhaut wird softwaregestützt erfasst.

Erkennung von Löchern

Vorhandene Löcher werden als nicht nutzbare Bereiche für die Schnittteilplanung erkannt.

Gleichmäßige Beleuchtung

Eine geeignete Ausleuchtung unterstützt die zuverlässige optische Erfassung.

Kontrastreiches Transportband

Ein deutlicher Kontrast zwischen Leder und Untergrund erleichtert die Erkennung der Materialkonturen.

Qualitätsbereiche markieren und beim Nesting berücksichtigen

Nicht jeder Bereich einer Lederhaut ist für jedes Schnittteil gleichermaßen geeignet. Besonders bei hochwertigen Sichtteilen können unterschiedliche Qualitätsanforderungen bestehen.

Mit verschiedenen Markierungen lassen sich zusätzliche Qualitätsbereiche auf der Lederhaut definieren. Diese Informationen werden bei der digitalen Schnittteilanordnung berücksichtigt.

Voraussetzung ist, dass die entsprechenden Qualitätsanforderungen auch in den Schnittdaten der einzelnen Teile hinterlegt sind.

Qualitätsabhängiges Nesting

Die Nesting-Software kann die markierten Qualitätsbereiche der Lederhaut mit den hinterlegten Qualitätsanforderungen der Schnittteile abgleichen. Dadurch lassen sich Teile gezielt in geeigneten Materialbereichen anordnen.

So werden neben der geometrischen Form der Lederhaut auch qualitative Vorgaben in die Schnittplanung einbezogen.

Intelligentes Nesting für eine wirtschaftliche Materialausnutzung

Echtleder ist ein hochwertiger Werkstoff. Eine möglichst effiziente Nutzung der verfügbaren Lederfläche ist deshalb wirtschaftlich besonders wichtig.

Beim Nesting werden die benötigten Schnittteile innerhalb der erkannten Lederkontur angeordnet. Dabei berücksichtigt die Software die erfassten Löcher und, sofern entsprechend definiert, die unterschiedlichen Qualitätsbereiche.

Ziel ist eine möglichst gute Materialausnutzung unter Einhaltung der vorgegebenen Qualitätsanforderungen.

Mehr als eine geometrische Schnittteilanordnung

Beim Leder-Nesting entscheidet nicht allein, wie viele Teile auf eine Lederhaut passen. Ebenso wichtig ist, dass die einzelnen Schnittteile in Materialbereichen mit geeigneter Qualität liegen.

Vom Auflegen der Lederhaut zum CNC-Zuschnitt

Der digitale Arbeitsablauf verbindet die Erfassung der Lederhaut mit der anschließenden Schnittplanung und CNC-Bearbeitung.

1. Lederhaut auflegen

Die Lederhaut wird auf dem Transportband der Schneidmaschine positioniert.

2. Qualitätsbereiche markieren

Bei Bedarf werden unterschiedliche Qualitätszonen entsprechend gekennzeichnet.

3. Lederhaut erfassen

Das Kamerasystem erfasst die Lederhaut. Die Software erkennt Außenkontur und Löcher.

4. Schnittteile nesten

Die Schnittteile werden unter Berücksichtigung der erfassten Geometrie und hinterlegter Qualitätsanforderungen angeordnet.

5. Schnittdaten vorbereiten

Die berechnete Schnittteilanordnung wird für den CNC-Zuschnitt vorbereitet.

6. Leder zuschneiden

Die CNC-Schneidmaschine bearbeitet die Lederhaut entsprechend den vorbereiteten Schnittdaten.

Typische Einsatzbereiche von CNC-Ledercuttern

Der automatisierte Lederzuschnitt ist insbesondere dort interessant, wo hochwertige Materialien präzise und wirtschaftlich verarbeitet werden müssen.

  • Automobilindustrie: Lederteile für Fahrzeugsitze, Kopfstützen, Armlehnen und Innenausstattungen
  • Polstermöbelindustrie: Lederzuschnitte für Sofas, Sessel und andere Polstermöbel
  • Lederwaren: Schnittteile für Taschen, Koffer und weitere Lederprodukte
  • Industrielle Anwendungen: Lederteile für technische Produkte und individuelle Fertigungsaufgaben

Welche Schneidmaschinenkonfiguration geeignet ist, hängt unter anderem von Material, Teilegrößen, Produktionsmenge und gewünschtem Automatisierungsgrad ab.

Vorteile der kameragestützten CUTTEC-Lederverarbeitung

Digitale Ledererfassung

Unregelmäßige Lederkonturen und vorhandene Löcher werden automatisch erkannt.

Qualitätsgerechte Schnittplanung

Markierte Lederqualitäten können mit den Anforderungen der Schnittteile abgeglichen werden.

Wirtschaftliche Materialnutzung

Die Schnittteilanordnung zielt auf eine möglichst gute Ausnutzung der verwendbaren Lederfläche.

Reproduzierbarer CNC-Zuschnitt

Die vorbereiteten Schnittdaten bilden die Grundlage für eine präzise maschinelle Bearbeitung.

Ledercutter von CUTTEC – Kamera, Nesting und CNC-Schneidtechnik

Mit der kameragestützten Erfassung von Lederkonturen und Löchern sowie der Berücksichtigung unterschiedlicher Qualitätsbereiche beim Nesting bietet CUTTEC eine Lösung für den automatisierten Zuschnitt natürlicher Lederhäute.

Wir unterstützen Sie bei der Auswahl einer geeigneten Maschinenkonfiguration für Ihre Materialien und Produktionsanforderungen.

Zur Technik-Übersicht → Schneidemaschinen vergleichen → Branchen & Anwendungen →